Bundesweiter Aktionstag Spielsucht mahnt zur Vorsicht

Zwischen 100.000 und 290.000 Betroffene gibt es in Deutschland. Spielsucht ist in unserer Gesellschaft längst keine Randerscheinung mehr. Augenmerk darauf richteten am vergangenen Dienstag viele Aktionen in der gesamten Bundesrepublik anlässlich des bundesweiten Aktionstags Spielsucht.

In Baden-Württemberg sind es nach Angaben der dortigen Suchthilfe ca. 38.500 Abhängige und nochmal 34.000, bei denen das Spielverhalten als problematisch eingestuft werde. In anderen Bundesländern wie Hessen (ca. 40.000 Betroffene) und Berlin (ca. 37.000 Spielsüchtige) sieht es leider nicht anders aus. Wahrscheinlich liegt die Dunkelziffer noch höher.

Hilfe für die Betroffenen gibt es beispielsweise bei der Deutschen Hauptstelle für Suchthilfe e.V. „Das Problem ist leider bei den meisten Zockern, dass die Sucht gar nicht erkannt oder oftmals verharmlost wird“, weiß der Psychologe Hendrik Guhle aus Berlin. „Die Spielsucht ist natürlich nicht nur eine schwierige Situation für die Süchtigen selbst, sondern natürlich auch für das soziale Umfeld, in dem sie sich befinden.“ Guhle rät daher als erstes zur Hilfe aus dem nähreren privaten Kreis. Wenn das nichts helfe, solle man aber bei sich oder seinen Mitmenschen sofort an professionelle Hilfe denken, da die Spielsucht nicht zu unterschätzen sei und wie viele andere Suchkrankheiten einen sozialen Verfall zur Folge haben kann.

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